Geldanlagen mit kurzer Laufzeit
Für eine kurzfristige Geldanlage kann es viele Gründe geben. Wichtig ist dabei meist vor allem die schnelle Verfügbarkeit des angelegten Kapitals. Produkte mit langen Kündigungsfristen oder einer Mindestanlagedauer eignen sich daher in der Regel nicht für die kurzfristige Geldanlage. Stattdessen erwarten Anleger in der Regel eine tägliche Verfügbarkeit, also ein Maximum an Liquidität.
Dieses Kriterium trifft vor allem auf Tagesgeldkonten und Geldmarktfonds zu. Auf Tagesgeldkonten können meist beliebige Beträge kurzfristig angelegt werden. Auch die Verfügung über das darauf veranlagte Geld ist jederzeit gewährleistet: Tagesgeldkonten sind täglich fällig. Die Verzinsung ist für eine Kurzfristanlage attraktiv. Die Rendite liegt meist im Bereich von Festgeldanlagen mit geringer Laufzeit. Allerdings kann die Bank die Verzinsung jederzeit ändern! Einlagen sind in Deutschland normalerweise durch Einlagensicherungsfonds abgesichert.
Eine Alternative zu Tagesgeldkonten sind Geldmarktfonds. Anders als beim Tagesgeldkonto benötigt der Anleger für den Kauf von Geldmarktfonds ein Wertpapierdepot, welches oft kostenpflichtig geführt wird. der Kauf und Verkauf von Geldmarktfonds ist in der Regel täglich möglich, sodass sich Geldmarktfonds in Punkto Verfügbarkeit nicht von Tagesgeldkonten unterscheiden. Anders als bei Tagesgeldkonten gibt es bei Geldmarktfonds ein theoretisches Verlustrisiko. In der Praxis kommt es nur selten zu Verlusten, die meist nur temporärer Natur sind. Die Renditechancen hängen vor allem von der Risikobereitschaft des Anlegers ab. Tendenziell liegen die Renditen im Bereich der Tagesgeldanlage oder leicht darüber.
Eine weitere Alternative zur kurzfristigen Geldanlage sind Termingelder. Bei einem Termingeld legt der Anleger einen festgelegten Betrag über einen kurzen Zeitraum bei einer Bank fest an. Für diesen Zeitraum erhält der Anleger einen fest vereinbarten Zinssatz, der über die Laufzeit nicht veränderbar ist! Die Laufzeit von Termingeldern beträgt in der Regel mindestens 30 Tage und maximal 360 Tage. Wie Tagesgeldkonten sind auch Termingeldkonten in Deutschland durch verschiedene Einlagensicherungsfonds gegen eine Insolvenz der Bank gesichert.
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